29.02.2016 10:35 Alter: 213 days

Stilistik Ortenauer Weine fördern

Der Vorstand des Weinparadies Ortenau trat erneut geschlossen für eine weitere Amtszeit an. Lob und Dank gab es für die Ortenauer Weinprinzessin Eva Harter und die Leiterin für Weintourismus, Gunia Wassmer (rechts). V.l. Vorsitzender Ralf Schäfer, Reiner Durban, Marco Köninger, Eva Harter, Georg Lehmann, Josef Roher, Mathias Wolf, Gunia Wassmer.

Weinparadies beschließt neue Regeln für die TOP TEN Rotwein – Genussreigen startet im Mai  

Die Mitgliederversammlung des Weinparadies Ortenau e.V. hat eine Neuausrichtung des Wettbewerbs TOP TEN Spätburgunder Rotwein beschlossen. Der Vorstand trat erneut zu einer weiteren Amtszeit an und wurde einstimmig bestätigt. Die Leiterin für Weintourismus Gunia Wassmer stellte das Programm für den Genussreigen 2016 vor und reflektierte die vielfältigen Kooperationen mit Badische Weinstraße, Deutsches Weininstitut und Tourismus Baden-Württemberg.

Vorsitzender Dr. Ralf Schäfer dankte zu Beginn den Kommunen und Landkreisen für ihre Unterstützung. „Ohne ihre Beteiligung ginge es nicht!“ blickte Schäfer auf das „Mini-Budget“ des Vereins. Dennoch fügten sich die Bausteine ineinander und „führen uns in der Summe weiter.“ Das bestätigte auch Gunia Wassmer. So werde die Veranstaltungsbroschüre, die zum dritten Mal in einer Auflage von 20 000 Exemplaren aufgelegt wurde, zunehmend von Hotelbetrieben angefordert. Neu sind neben den Veranstaltungen auch die Weinbaubetriebe gelistet. So sieht der Gast sofort, was die Betriebe anbieten, von Gastronomie über Weinproben bis zu Weinwanderungen. Mit neuen Image-Karten wirbt das Weinparadies auf Messen und stellt damit vor allem den Online-Auftritt in den Fokus. Denn das Online-Marketing werde immer wichtiger, vor allem für ein internationales Publikum, das Informationen über Urlaub und Weinreisen in der Ortenau suche.

Im Marketing nutzt das Weinparadies viele Synergien, so auch zur Erlebnismarke Badische Weinstraße. Hier sind neu in einem Weinerlebnis-Shop alle Angebote entlang der Ferienstraße gebündelt. Unter dem Titel „Mai Wein 2016“ erhält der Gast eine Event Übersicht zu allen Veranstaltungen entlang der Erlebnisstraße. Über die Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg wird die Ortenau zudem über den Weinsüden beworben. Neu ist hier eine interaktive Karte des Weinsüdens, wo Gäste ihre Touren mit Auto, zu Fuß oder mit dem Mountainbike zusammenstellen können. Über das Deutsche Weininstitut werden der Ortenauer Weinpfad und das Angebot der Wein-Guides vorgestellt. Auch auf dem Portal der Deutschen Zentrale für Tourismus sei man mit „Inhalten aus der Region optimal vertreten“, betonte Gunia Wassmer. Aufgrund der verstärkten Nachfrage ausländischer Gäste wurden die Erlebniskarten „Badischer Wein“ jetzt auch in Englisch und Französisch aufgelegt. „Wir streuen viel und bekommen viel Aufmerksamkeit, so dass man über die Ortenau spricht“, resümierte Vorsitzender Schäfer.  

Vorstandsmitglied Marco Köninger stellte der Mitgliederversammlung die  Neuausrichtung des Wettbewerbs TOP TEN Spätburgunder Rotwein vor. Zusammen mit dem Badischen Weinbauverband wurde festgelegt, dass künftig drei Kategorien verkostet werden. Aus der Bewertung aller drei Klassen resultiert das Gesamtergebnis für den Betrieb. In Kategorie eins werden fruchtbetonte Weine aus allen Qualitätsstufen ohne erkennbare Holzprägung, von der Geschmacksrichtung trocken bis maximal 20 Gramm Restzucker, verkostet. In der Kategorie zwei kommen trockene Rotweine aus dem Holzfass beziehungsweise Barrique in die Verkostung. Und Kategorie drei bleibt den lieblichen oder edelsüßen Weinen vorbehalten. „In der Ortenau haben wir verschiedene Stilistiken“, verdeutlichte Marco Köninger. Es würden auch viele fruchtbetonte halbtrockene Weine geschätzt. Diese seien aber bislang im Wettbewerb zu kurz gekommen.  Mit dem neuen Konzept verspricht man sich, „dass der typisch Ortenauer Stil wieder an Renommee gewinnt.“ Die besten Weine aus dem Wettbewerb werden anschließend gemeinsam mit den Kellermeistern noch einmal intern verkostet. Schäfer sieht auch für das Thema Riesling ein ähnliches Vergleichsmuster, „um aus dem Wettbewerb heraus Qualität und Stilistik weiter zu stärken und zu positionieren.“ Das bringe die Winzer weiter.

 

Der Genussreigen startet am 29. Mai mit dem Tag der Wein-Guides auf Schloss Eberstein. Damit will der Verein die Weingästeführer noch mehr in den Fokus setzen. Neu ist auch die Destination für die Zugfahrt. Sie startet in diesem Jahr erstmals ab Rastatt und führt zum Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof. Alle sieben Veranstaltungen können bereits jetzt über www.reservix.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen gebucht werden.

Abschließend würdigte der stellvertretende Präsident des Badischen Weinbauverbands, Franz Benz die Geschlossenheit und Leistung im Weinparadies Ortenau. Das neue EU-Bezeichnungsrecht mit dem geschützten Ursprung (GU) eröffne durchaus Möglichkeiten. Benz appellierte an die Winzer, doch den Begriff Ortenau auf ihren Etiketten zu kommunizieren und damit den Bekanntheitsgrad des Weinparadies Ortenau weiter zu steigern. „Die Wege sind da, man muss sie nur begehen.“

Text und Foto: suwa Wortwahl


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